Die Grundlage dieser Form der osteopathischen Annäherung ist die Annahme, dass körperliche Beschwerden oder psychische Auffälligkeiten die Folgen (verletzender/traumatischer) Ereignisse sind, wie Operationen und Trennungen beispielsweise, die nicht verarbeitet werden konnten.
Das Nervensystem hat das Widerfahrene nicht als „erlebt und erledigt“ abgespeichert, sondern nimmt es als gegenwärtige Gefahr wahr – sowohl im Bewusstsein als auch im Unterbewusstsein. Dieses Gefühl von Gefahr ist die im Körpergewebe gefangene Schockenergie, die auf Dauer krank macht.
Das Verhalten eines traumatisierten Säugetieres findet seinen Ausdruck in Überreaktion oder Resignation. Egal welche Symptomatik sich zeigt – ihren Ursprung kann sie im physischen (Biomechanik) wie psychischen (Trauma) Bereich
haben – und sich ebenso in körperlichen wie seelischen Dysfunktionen manifestieren.

Körper, Geist und Seele beeinflussen einander. Das gilt für ein Tier genauso wie für einen Menschen. Jede Blockade in Gelenken, jede Verspannung der Weichteile (Muskeln, Bänder, Faszien, Gefäße, Organe) beeinträchtigen die jeweilige Funktionalität. Summieren sich diese Dysfunktionen im Laufe der Jahre, kann der Körper früher oder später diese nicht mehr kompensieren. Vorübergehende, auch geringgradige Symptome können langfristig zu bleibenden Schäden führen.
Der Fokus in der Osteopathie ist darauf gerichtet, Widerstände im Körpergewebe zu regulieren. Folglich können Körperflüssigkeiten wie Blut, Lymphe und Liquor besser zirkulieren. Das unterstützt die Ernährung, die Regeneration und damit die Selbstheilung auf zellulärer Ebene.
